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Abt Gregor Henckel-Donnersmark in der Prandtauerkirche: Der Wohlstand verstellt oft den Blick auf die übernatürlichen Ziele des Menschen

Gedenkmesse unter Teilnahme von Militärkommandant Divisionär Prof. Hans Culik und Stadtrat Ing. Franz Gunacker

St. Pölten (10. November 2002) – In einer Gedenkmesse für gefallene oder vermißte Soldaten sowie aller Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewalt am Sonntag, 10. November 2002, erinnerte der Abt des Zisterzienser-Stiftes Heiligenkreuz, Mag. Gregor Henckel-Donnersmark, an die „letzten“ Dinge des Menschen. Der Tod sei nicht die letzte und unumkehrbare Katastrophe und die Seele wisse von der Auferstehung, betonte Abt Gregor, der auch Reserveoffizier des Österreichischen Bundesheeres ist. Der Wohlstand und die materiellen Güter lassen uns aber oft diese letzten Ziele vergessen. In einem Krieg oder einer gotteslästerlichen Diktatur werde oft sehr viel mehr Solidarität erfahren als in unserer heutigen Zeit und der Mensch könne leichter eine persönliche Beziehung zu Gott entfalten, betonte Abt Henckel-Donnersmark, der als Grenzbewohner selber die Vertreibung erfahren mußte.

Als Vertreter der Stadt St. Pölten hinterfragte Stadtrat Ing. Franz Gunacker das „warum“ von Krieg und Tod. Kritisch bemerkte er, dass Konflikte in der Realität nicht mit einem einfachen Druck auf die Enter-Taste des Computers beendet werden können, wie es Jugendlichen oft in Computerspielen vorgegaukelt werde. Der Militärkommandant von Niederösterreich, Divisionär Prof. Hans Culik, erinnerte in seiner Ansprache an die zahlreichen friedenserhaltenden Einsätze der österreichischen Soldaten oder an die effektive Hilfe in Hochwassergebieten heuer im Sommer. Ein besonderer Dank ging an den Rektor der Prandtauerkirche, DDr. Reinhard Knittel, für die würdevolle Feier.

Die Gedenkmesse fand heuer zum zweiten Mal statt, voriges Jahr zelebrierte Militärbischof Mag. Werner die Hl. Messe. Die Musik wurde u.a. von einem Bläserensemble der Militärmusik ausgeführt. Abordnungen verschiedener Kameradschaftsverbände, des Hesserbundes und der MKV Verbindung Nibelungia unterstrichen den festlichen Charakter der Hl. Messe. Nach der Gedenkfeier fanden sich die rund 120 Festgäste zu einem Imbiß in den Räumen des städtischen Museums ein, das unmittelbar neben der Prandtauerkirche liegt.

Abt Mag. Gregor Henckel-Donnersmark begrüßt die Abordnungen der Kameradschaftsverbände und der MKV-Verbindung Nibelungia.

Der Altarraum der Prandtauerkirche während der Hl. Messe.

Vor der diözesanen Gebets- und Gedenkstätte für gefallene oder vermißte Soldaten sowie aller Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewalt.




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